Jede Hobby-Band die mit ihren Eigenkompositionen bei Live-Auftritten erfolgreich ist, möchte ihre Songs irgendwann einmal auf CD veröffentlichen. Sei es nur um ein breiteres Publikum zu gewinnen, oder aber sogar irgendwann hauptberuflich einzusteigen. Drängt sich nur die Frage auf: Wie finanziere ich die Aufnahmen und vermarkte anschließend meine Songs?
Der klassische Weg ist sicherlich der, dass man in ein kleines Tonstudio in der Nähe geht. Dort nimmt man übers Wochenende mal zehn bis zwölf Songs auf, lässt ein paar hundert Stück davon pressen und vertreibt diese auf seinen Konzerten. Kein Plattenvertrag, somit keine großen Verpflichtungen und wenig Probleme. Allerdings sind die Aufnahmen in einem solchen Studio nicht gerade günstig. In der Regel würde dies alles die Plattenfirma übernehmen.
Nur muss man diese erstmal finden und nicht selten hat man dann Knebelverträge am Hals. Als junge Band weiß man dann am Ende nicht, wie man diese erfüllen kann. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass der Großteil der Einnahmen an eine Plattenfirma geht.
Manche Musiker machen es sich da sogar noch einfacher und nehmen ihre Songs selbst auf. In der heutigen Zeit mit Computer und Internet ist das wesentlich problemloser geworden. Hätte man früher ein Mehrspur-Tonbandgerät und eine Schneidemaschine für ein paar Tausend Mark benötigt, tut es heutzutage der Computer. Audioschnittprogramme gibt es mittlerweile schon für unter hundert Euro. In der Regel können diese dann sogar noch störende Geräusche der Aufnahmen entfernen und die Qualität der Aufnahme wesentlich verbessern.
Man macht nun einen Mittschnitt im Proberaum oder auf einen Live-Konzert. Dazu wird der Ausgang am Mischpult mit der Soundkarte des PCs verbunden.
Will man den PC nicht unbedingt mitschleppen oder hat keine anständige Soundkarte (OnBoard-Karten sind eher weniger geeignet), kann man sich auch einen DAT-Recorder besorgen. Das Material wird dort ebenso digital aufgezeichnet. Neuere Geräte haben in der Regel einen USB-Anschluß zum Übertragen auf dem Computer.
Die Stücke werden sozusagen Live eingespielt. Am Ende hat man lediglich eine Spur und die einzelnen Stücke müssen nun nur noch geschnitten werden.
Die meisten Brennprogramme bringen heutzutage schon einen einfachen Editor zum Erstellen einer Audio-CD mit. Somit kann man sich seine Songs am PC ganz einfach zusammenstellen. Und zwar so, wie sie am Ende auf der CD erscheinen sollen. Ist man damit fertig, erstellt man sich erstmal eine Master-Kopie. Die deponiert man dann am Besten in seinem Schließfach bei der Bank ;-)
Nun besorgt man sich noch einen Tintenstrahldrucker mit CD-Druck-Funktion. Die kosten mittlerweile auch nicht wesentlich mehr als ein normaler Drucker. Man benötigt hierfür speziell beschichtete CD-Rohlinge, welche nur ein paar Cent mehr kosten als die normalen. Wer lieber seinen alten Drucker verwendet, der kann sich auch CD-Etiketten besorgen. Davon rate ich allerdings ab, da diese sich im Laufe der Zeit von der CD lösen.
Jetzt muss man nur noch das CD-Cover, Label und das Inlay gestalten. Wer gestalterisch nicht sonderlich begabt ist und nicht unbedingt eine Agentur beauftragen möchte, kann es sich sogar noch wesentlich einfacher machen. Bei dem Drucker sollte eine entsprechende Software beiliegen. Das Cover und das Label gestaltet man gleich. Einfach das Bandlogo oben mittig mit einer dazu passenden Hintergrundfarbe und unten der gewählte Titel des Albums.
Für das Inlay (die Cover-Rückseite) notiert man einfach die Titel in der richtigen Reihenfolge und die Spielzeiten. Außerdem sollte noch eine Kontaktadresse und ein Copyright-Vermerk enthalten sein. Ein Hinweis auf das Copyright sollte sich auch dem CD-Label befinden und sieht wie folgt aus: (c) 2008 Bandname
Fertig bedruckbare Cover und Inlays, wie auch die CD-Hüllen gibt es unter anderem in den großen bekannten Elektronikmärkten.
So, jetzt nur noch ein paar dutzend CDs brennen, bedrucken und eintüten. Fertig ist das erste eigene Album, um es auf Konzerten verkaufen zu können.
Demnächst erfahrt Ihr in dieser Rubrik, wie man seine Musik auch noch auf anderen Wegen vertreiben kann.
Anzeige
Musikinstrumente
Musikinstrumente



